Reisekostenabrechnung 2021 – Änderungen im Überblick

Sachbezugswerte für Verpflegung

Bekommt ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber während der Arbeitszeit eine kostenfreie oder verbilligte Mahlzeit gestellt, handelt es sich um eine Form der Vergütung. Diese Sachleistung, die weder als Lohn noch in bar ausgezahlt wird, ist dennoch steuer- und beitragspflichtig.

Die Höhe dieses sogenannten geldwerten Vorteils wird durch einheitliche Sachbezugswerte definiert, die jährlich in der Sozialversicherungsentgeltverordnung angepasst werden. Bemessungsgrundlage dafür ist die Entwicklung der Verbraucherpreise.

Die Sachbezugswerte für gestellte Mahlzeiten sind bei Reisekostenabrechnungen dann anzuwenden, wenn eine Dienstreise weniger oder maximal 8 Stunden dauert. Für längere Dienstreisen sieht der Gesetzgeber eine Entschädigung für den Mehraufwand in Form von Verpflegungspauschalen vor. Erhält der Arbeitnehmer auf beruflich veranlassten Reisen, die länger als 8 Stunden oder gar über mehrere Tage andauern, vom Arbeitgeber Mahlzeiten gestellt, müssen diese Pauschalen entsprechend gekürzt werden.

Verpflegungspauschalen

In 2021 gelten die gleichen Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand auf Inlandsreisen (Dienstreisen innerhalb Deutschlands) wie 2020:

Erhält der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber Mahlzeiten gestellt, so sind diese Pauschalen entsprechend zu kürzen:

Basis für die Kürzung ist stets die volle Pauschale, also 28,- Euro bei Inlandsreisen oder die länderspezifische Vollpauschale bei Dienstreisen im Ausland.

Die ab 1. Januar 2021 gültigen Verpflegungspauschalen für Geschäftsreisen ins Ausland wurden vom Bundesfinanzministerium noch nicht veröffentlich. Sie können sich für unseren Informationsservice eintragen, um über die gesetzlichen Änderungen zum Reisekostenrecht 2021 weitere Auskünfte zu erhalten.

Kilometerpauschale

Die Kilometerpauschale für die Benutzung des privaten PKW auf Dienstreisen und auf dem Weg zur ersten Betriebsstätte soll im Zuge des Klimapakets ab 2021 bis 2026 gesplittet werden.